Unser Doktor Fridolin

Unser Doktor Fridolin,
der braucht keine Spritze,
denn wir werden auch gesund
nur durch seine Witze.
Weiße Mäuse tanzen ihm
oben auf der Nase,
und er tutet uns ein Lied
auf der Blumenvase.

Über unsern Doktor kann man immer lachen,
denn er macht die allertollsten Sachen,
unser Doktor, der ist jedesmal putzmunter,
und seine Medizin, die schluckt er selber runter,
wenn sie uns zu bitter schmeckt,
ja, unser Doktor ist perfekt.

Unser Doktor Fridolin sagt,
kranksein ist doch Käse,
ja, wie wär´s denn heute mal
mit ´ner Kinderpolonäse.
Alle sind sie mit dabei,
auch die Krankenschwester, 
unser Doktor Fridolin,
der ist unser bester.

Über unsern Doktor kann man immer lachen,
denn er macht die allertollsten Sachen,
unser Doktor, der ist jedesmal putzmunter,
und seine Medizin, die schluckt er selber runter,
wenn sie uns zu bitter schmeckt,
ja, unser Doktor ist perfekt.
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Vertont und erschienen auf der CD "Wenn du einmal krank bist" 1999



Der Angsthasenblues


Wenn sich einer mal hinterm Baum versteckt,
dabei heult wie ein Wolf und mich erschreckt,
wenn er denkt, ich würd mir in die Hosen machen,
über so einen Blödsinn kann ich nur lachen,
allen Geisterbahnerschreckern einen schönen Gruß,
ihr könnt mich alle mal, ich sing den Angsthasenblues.

Wenn es einmal rascheln sollte im Karton,
das lässt mich hundeschnauzenkalt, ich laufe nicht davon,
manchmal wird es eng, und es geht um Kopf und Kragen,
und jeder Hase würd jetzt einen Haken schlagen,
früher war ich ängstlich und ein echter Hasenfuss,
doch das ist jetzt vorbei, ich sing den Angsthasenblues.

Die Katze macht´n Buckel und ist nicht mehr zu sehn,
so kann man jedem Ärger aus dem Wege gehn,
seh ich im Dunkeln irgendwo ´ne finstere Gestalt
das lässt mich superhundeschnauzenkalt.

Würmer, die verkriechen sich im Erdenreich,
Fische tauchen ab ganz nach unten im Teich,
zittern auch im Küchenschrank die Teller und Tassen,
doch ich sage mir, nur nicht bange machen lassen,
allen Geisterbahnerschreckern einen schönen Gruß,
ihr könnt mich alle mal, ich sing den Angsthasenblues.
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Vertont und erschienen auf der CD "Keiner ist so stark wie du" 1999



Vorsicht vor Beate

Da gibt´s ein Mädchen in der Stadt,
das einen Schwarzen Gürtel hat,
sie haut dir jeden Ziegelstein
mit einem Hieb ganz kurz und klein.
Von außen ist sie scheu und zart,
doch innen ist sie knüppelhart,
und sie gibt niemals damit an,
was sie alles kann.
Nur mit einer Hand kann sie ein Brett durchschlagen,
und sie anzumachen, würde keiner wagen.

Vorsicht vor Beate,
das Mädchen kann Karate,
sie macht nur den kleinen Finger krumm,
und schon fällst du um.

Da fällst du hin, da bist du platt,
es gibt ein Mädchen in der Stadt,
das zeigt dir, was ´ne Harke ist,
egal, ob du ein Junge bist.
Sie macht dich satt, sie macht dich nass,
da wirst du um die Nase blass,
da kriegst du unter Garantie
butterweiche Knie.
Fünfmal in der Woche geht sie hart trainieren,
gegen dieses Mädchen kann man nur verlieren.

Vorsicht vor Beate,
das Mädchen kann Karate,
sie macht nur den kleinen Finger krumm,
und schon fällst du um.
+++

Erschienen 2001 in der Anthologie "Pfeif der Angst ein Liedchen" -
Prominente für Toleranz und Multikulti.
Herausgeberin: Alida Gundlach

Mit einem Begleittext von Ministerpräsidentin a.D. Heide Simonis.



Der kleine Paul fährt nach Paris


Gleich mit dem ersten Hahnenschrei, da bricht er auf,
er möchte unbedingt den Eiffelturm hinauf,
nun sitzt er ungeduldig in der Eisenbahn,
er fragt sich, warum muß der Zug so langsam fahrn.

Er hat gehört, Paris, das wäre oh, la-la,
dann läuft der Zug im Bahnhof ein und er ist da,
dann steht er vor dem Eiffelturm und er sieht ein,
Paris ist ungeheuer groß und er so klein.

Der kleine Paul fährt nach Paris,
da macht er das, da macht er dies,
er war noch nie in seinem Leben an der Seine,
und wie es weitergeht, das wird man sehn.
Paris ist schön und wunderbar,
Paris ist einfach oh-la-la-la-la-la-la.

Bald qualmen ihm die Socken vom Spazierengehn,
drum hält er seine beiden Füsse in die Seine,
er wundert sich darüber, wie es dampft und zischt,
und etwas später ist er wieder ganz erfrischt.

Der kleine Paul fährt nach Paris,
da macht er das, da macht er dies,
er war noch nie in seinem Leben an der Seine,
und wie es weitergeht, das wird man sehn.
Paris ist schön und wunderbar,
Paris ist einfach oh-la-la-la-la-la-la.

Der kleine Paul hat noch sehr viel auf dem Programm,
Arc de Triumph, den Louvre und noch Notre Dame,
um alles abzuklappern, reicht die Zeit nicht aus,
er kauft sich ein Baguette, und dann fährt er nach Haus.

Der kleine Paul fährt nach Paris,
da macht er das, da macht er dies,
er war noch nie in seinem Leben an der Seine,
und wie es weitergeht, das wird man sehn.
Paris ist schön und wunderbar,
Paris ist einfach oh-la-la-la-la-la-la.



Der Gummibär

Es war einmal ein Gummibär,
der wollte nicht zum Militär,
er sagte: Gott behüte,
kommt gar nicht in die Tüte.

Er warf sein Gummischießgewehr
schnell weg, dann lief er kreuz und quer
um viele Gummiecken,
er wollte sich verstecken.

Auf seiner Flucht, da kam er bald
in einen grünen Gummiwald
mit vielen Gummibäumen,
dort fing er an zu träumen.

Von einer Gummibärenfrau,
Gummikindern- und Wau-Wau,
und dass die ganze Erde
sehr bald zu Gummi werde.

Sein Traum, der wurde Wirklichkeit,
und so begann die Gummizeit,
da freute sich das Bärchen,
so endet dieses Märchen.



Die Roboter sind da ( Rap)

Hipp-hipp hurra,
Hipp-hipp hurra,
Hipp-hipp hurra.

Heinzelmännchen gibt´s nicht mehr,
neue Helfer müssen her,
rot und grün, in allen Farben,
jeder sollte einen haben.
Höchste Zeit, um auszuruhn,
keiner möchte mehr was tun,
nur ein bisschen Däumchendrehn,
und am Morgen spät aufstehn.

Hipp-hipp hurra,
die Roboter sind da.
hipp-hipp hurra,
ein großer Traum wird wahr.
Ein Wunsch geht in Erfüllung,
ist das nicht wunderbar?
Hipp-hipp hurra,
die Roboter sind da.

Drück nur einen Knopf, und dann
fängt ein tolles Leben an,
und dann lässt du dich von ihnen
wie ein großer Fürst bedienen.
In der Schule geht´s bergauf,
deine Noten steigen rauf,
solltest du Probleme haben,
machen sie die Hausaufgaben.

Hipp-hipp hurra,
die Roboter sind da.....

Alles machen sie ruck-zuck,
du hast weder Streß noch Druck,
weil sie dich auf Händen tragen,
und du brauchst dich nicht zu plagen.
Irgendwie sehr angenehm,
und du machst es dir bequem,
und ein aufgeräumtes Zimmer,
nein, das hattest du nicht immer.

Hipp-hipp hurra,
die Roboter sind da...



Du fehlst mir so wie der Knopf an meiner Jacke

Wir waren unzertrennlich, und für mich war klar,
aus uns wird später mal ein schönes Liebespaar,
wir wohnten beide Tür an Tür im gleichen Haus,
wir mochten uns gut leiden, doch dann dann zog sie aus.
Einen Knopf von meiner Jacke hab ich ihr geschenkt,
weil sie dann noch hundert lange Jahre an mich denkt.

Du fehlst mir so
wie der Knopf an meiner Jacke,
wie der Wind in meinen Haaren
und der Käse auf dem Brot.
Und ich werd nicht mehr froh,
weil ich dich verloren habe,
und ich seh dich nie mehr wieder,
und ich wär am liebsten tot.
Mausetot.

Ich glaube, dass ich sie nie mehr vergessen kann,
sie hatte immer zwei verkehrte Strümpfe an,
ich baute ihr ´ne wunderschöne Burg aus Sand,
und gingen wir spazieren, hielt ich ihre Hand.
Hat sie mich mit ihren Kulleraugen angesehn,
sprang mein Herz im Dreieck, und es war um mich geschehn.

Du fehlst mir so
wie der Knopf an meiner Jacke,
wie der Wind in meinen Haaren
und der Käse auf dem Brot.
Und ich werd nicht mehr froh,
weil ich dich verloren habe,
und ich seh dich nie mehr wieder,
und ich wär am liebsten tot.
Mausetot.

Wir waren unzertrennlich, einen Sommer lang,
dann ist sie fortgezogen, und ich bin ganz krank,
die Mädchen dürfen heulen, Jungen leider nicht,
doch ich hab trotzdem ein paar Tränen im Gesicht.
Einen Knopf von meiner Jacke hab ich ihr geschenkt,
weil sie dann noch hundert lange Jahre an mich denkt.

Du fehlst mir so
wie der Knopf an meiner Jacke,
wie der Wind in meinen Haaren
und der Käse auf dem Brot.
Und ich werd nicht mehr froh,
weil ich dich verloren habe,
und ich seh dich nie mehr wieder,
und ich wär am liebsten tot.
Mausetot.



Hallo - ich bin das O

Das Alphabet beginnt mit einem A,
und dass ein Z am Ende steht, das ist doch klar,
und manchmal tut es mir ein bisschen weh,
dass ich ganz abgeschoben in der Mitte steh.

Zu meiner Rechten habe ich das N,
doch da gibt´s auch noch einen andern, den ich kenn,
und wenn ich mich einmal nach links rumdreh,
dann stoße ich zusammen mit dem dünnen P.

Und ich sag:
Hallo, wie geht´s denn so,
schön, dass man sich mal wieder sieht,
ich bin das O.
Hallo, Herr Nachbar P,
was gibt es Neues hier bei uns im ABC?

Wir stehen alle hier in Reih und Glied,
nur schade, das ein Ypsilon das A nicht sieht,
und manchmal denke ich, was wäre wenn,
einmal das E mein Nachbar wär und nicht das N.

Dann würd ich sagen:
Hallo, wie geht´s denn so,
schön dass man sich mal kennenlernt,
ich bin das O.
Hallo, Herr Nachbar E,
was gibt es Neues hier bei uns im ABC?



Miesepeter

Du, da gibt es einen, der ständig grämt und griest,
der dir die gute Laune mit einem Schlag vermiest,
wenn die andern lachen, dann zieht er ein Gesicht
wie sieben Tage Regenwetter, darum mag man ihn nicht.

Gibt es was zu feiern, dann lädt ihn niemand ein,
er meckert über alles und kann nie lustig sein,
kratz sofort die Kurve, und rette sich wer kann,
mit seiner Übel-Kübel-Laune steckt er auch andre an.

Er ist nie zufrieden und keinen Spaß versteht er,
kein Wunder, daß er jeden gleich vergrault,
einer merkt es früher, der andre etwas später,
dass ihm nichts rechtzumachen ist, und dass er immer mault,
der Miesepeter.

Er hat keine Freunde, und er ist unbeliebt,
weil er dir vor die Sonne eine schwarze Wolke schiebt,
wenn sich andre freuen, dann schaut er finster drein,
ja, mit so einem Miesepeter, da lässt sich keiner ein.

Er ist nie zufrieden und keinen Spaß versteht er,
kein Wunder, dass er jeden gleich vergrault,
einer merkt es früher, der andre etwas später,
dass ihm nichts rechtzumachen ist, und dass er immer mault,
der Miesepeter.



Böse Buben (Rap)

Mädchen sind ganz anders, lasst euch das mal sagen,
Mädchen können Röcke oder Kleider tragen,
Mädchen bleiben drin und gehn nicht raus bei Wind und Wetter,
Mädchen können lieb sein und sind eigentlich viel netter.

Ihr seid ganz anders als wir,
böse Buben seid ihr.
Ihr seid ganz anders als wir,
böse Buben seid ihr.

Immer müsst ihr raufen, und ihr werft mit Steinen,
fallt ihr auf die Nase, dürft ihr nicht mal weinen,
lassen wir euch einmal rein in unsre Puppenstuben,
macht ihr alles gleich kaputt, denn ihr seid böse Buben.

Ihr seid ganz anders als wir,
böse Buben seid ihr.
Ihr seid ganz anders als wir,
böse Buben seid ihr.

Nehmt euch nicht so wichtig, lasst doch das Getue,
spielt mit euren Autos, und lasst uns in Ruhe,
geht und macht euch schmutzig, holt euch viele blaue Flecken,
in der Haut von bösen Buben möchten wir nicht stecken.

Ihr seid ganz anders als wir,
böse Buben seid ihr.
Ihr seid ganz anders als wir,
böse Buben seid ihr.



Der dumme Gockelhahn

Es war einmal ein dummer Gockelhahn,
der fing erst gegen neun zu krähen an,
vom Mist, da krähte er ki-ki-ri-ki,
dann scheuchte er das liebe Federvieh.

Der Bauer war die Sache langsam leid,
er sprach zum Hahn: Du bist wohl nicht gescheit,
du machst uns viel zu spät am Morgen wach,
er wurde richtig wütend und schlug Krach.

Der Hahn, der nahm sich einen Tag lang frei,
er ging an einem Schaufenster vorbei,
dort sah er einen großen Wecker stehn,
so etwas hatte er noch nie gesehn.

Am nächsten Morgen, fünf Uhr in der Früh,
da hörte man ihn krähn ki-ki-ri-ki,
er wusste jetzt genau, wie spät es ist,
denn oben stand ein Wecker auf dem Mist.

Der Bauer kam hinaus und hat gestaunt,
er war von nun an immer gut gelaunt,
er kam jetzt immer pünktlich aus dem Bett,
ja, wenn er seinen Gockelhahn nicht hätt.



Die Kille-Kitzelei

Es gibt viele Menschen, die haben nichts zu lachen,
weil sie sich tagein-tagaus zu viele Sorgen machen,
sie haben schwere Herzen, denn darauf liegt ein Stein,
wir schieben ihn beseite, schon wird es anders sein.

Ja, dann schau doch mal bei uns vorbei,
in unsrer Kille-Kitzelei,
wir kitzeln dich so lange,
bis du wieder lachst.
Ja, und schaust du erst bei uns vorbei,
in unsrer Kille-Kitzelei,
dann wirst du durchgekitzelt,
bis du Freudensprünge machst.

Mach dich auf die Strümpfe, komm zu uns und staune,
wenn wir dich erst kitzeln, hast du wieder gute Laune,
das macht dich leicht und locker und die Gedanken frei,
du schwebst wie eine Feder und fühlst dich wohl dabei.

Ja, schau doch mal bei uns vorbei,
in unsrer Kille-Kitzelei,
wir kitzeln dich so lange,
bis du wieder lachst.
Ja, und schaust du erst bei uns vorbei,
in unsrer Kille-Kitzelei,
dann wirst du durchgekitzelt,
bis du Freudensprünge machst.



alle Texte copyright by siegfried schreck

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